10 Tipps für eine unbeschwerte Reise nach New York City

Was ihr in New York vermeiden solltet

    In New York City gibt es jede Menge Spannendes zu sehen und zu erleben. Aber eine so gigantische und aufregende Stadt kann beim ersten Besuch auch überwältigen. Die meisten Fehler, die Besucher in New York City machen, sind harmlos – vielleicht verpassen sie dadurch das ein oder andere Highlight. Aber es gibt auch Fehler, die wirklich Zeit und Geld kosten oder zu Enttäuschungen führen können. Deshalb lohnt es sich immer, vor der Ankunft ein wenig zu recherchieren. Die folgende Liste soll euch dabei helfen.

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    Lasst die U-Bahn nicht links liegen

    Aber erkundigt euch vorab, wie das Ticketsystem funktioniert

    Wer an New York denkt, der sieht vermutlich eine lange Reihe unzähliger Taxis vor seinem inneren Auge. Die typischen, gelben Taxis sind aus vielerlei Gründen weltbekannt – Schnelligkeit und günstige Preise zählen jedoch nicht dazu. Macht nicht den Fehler, eure kostbare Zeit im Taxi im Rush-Hour-Stau zu verschwenden. Mit der U-Bahn seid ihr wesentlich schneller am Ziel und sie ist obendrein auch günstiger. Doch Vorsicht, hier wartet bereits der nächste vermeidbare Fehler: Das Ticketsystem in New York ist anders als in anderen Städten. Es empfiehlt sich also, sich vorab zu erkundigen, welche Tickets zur Verfügung stehen und welche Variante für euch die günstigste ist. Ein Einzelticket kostet etwa 3 $ und ist ab dem Zeitpunkt des Kaufs 2 Stunden lang für eine Fahrt gültig. Wenn ihr mehrere Fahrten geplant habt, lohnt sich der Kauf einer MetroCard. Ein Tipp vom Profi: Kauft euch am besten einen „7-day pass“, mit dem ihr 7 Tage lang eine unbegrenzte Anzahl an Fahrten unternehmen könnt. Damit spart ihr nicht nur Geld, sondern auch viel Zeit (und Nerven), da ihr euch nicht vor jeder Fahrt um eure Tickets kümmern müsst.

    2

    Lasst die Sightseeing-Busse nicht links liegen

    Diese sind nicht nur informativ, sondern auch äußerst praktisch

    Da die Hop-On-Hop-Off-Busse alle bekannten Sehenswürdigkeiten anfahren, gelangt ihr schnell und einfach von A nach B und seht gleichzeitig auch etwas von der Stadt. Außerdem müsst ihr euch nicht mit dem öffentlichen Verkehrsnetz auseinandersetzen und ihr spart euch teure Taxifahrten. Die Kosten für eine Sightseeing-Tour hängen von der gewählten Gegend bzw. Route ab. Ein Tagesticket für Manhattan kostet beispielsweise etwa 40 $. Ein weiterer, großer Vorteil der Hop-On-Hop-Off-Busse besteht darin, dass euch ein Reiseleiter unterwegs viele interessante Einblicke und Details liefert – ein Extra, mit dem die U-Bahn definitiv nicht aufwarten kann.

    Foto von Bethjbraden (CC BY-SA 4.0) bearbeitet

    3

    Steuert nicht geradewegs die großen Restaurantketten an

    Und wenn doch, dann beschwert euch bitte nicht über die Qualität des Essens!

    In New York erwartet den Besucher ein wahres Überangebot an Restaurants jeglicher Couleur. Dennoch neigen manche Besucher dazu, auf direktem Wege vertraute Namen anzusteuern, wie McDonald‘s oder Pizza Hut, – und sich dann zu wundern, warum andere so von dem exzellenten kulinarischen Angebot in New York schwärmen. Wenn ihr die echte amerikanische Küche kennenlernen möchtet, dann haltet am besten Abstand von den bekannten Namen und geht stattdessen in die kleinen New Yorker Restaurants. Dasselbe gilt auch für Geschäfte. Natürlich sind auch die großen, international renommierten Häuser einen Besuch wert. Verpasst aber nicht, auch in die ein oder andere kleine Boutique zu gehen. Denn dort werdet ihr fündig, wenn ihr nach etwas Besonderem sucht, das es nicht überall zu kaufen gibt und das nicht jeder hat.

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    Unterschätzt nicht, wie viel ihr zu Fuß unterwegs seid

    Packt bequeme Schuhe ein

    Selbst wenn ihr längere Strecken mit der U-Bahn und per Bus zurücklegt, werdet ihr dennoch mehr zu Fuß unterwegs ein, als ihr vielleicht denkt. Allein durch den Besuch von Museen, Geschäften und die kurzen Wege zwischen nahe gelegenen Sehenswürdigkeiten seid ihr im Handumdrehen einige Kilometer gegangen. Und angesichts des dichten Verkehrs und der Taxipreise lohnt es sich auf jeden Fall, zu Fuß zu gehen, wann immer es sich anbietet. Ein paar Blocks hier und ein paar Blocks da summieren sich aber schnell und wenn ihr dann noch in der ein oder anderen langen Warteschlange stehen müsst, werden es euch eure Füße danken, wenn ihr an bequeme Schuhe gedacht habt.

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    Bleibt nicht mitten auf dem Bürgersteig stehen

    Dann wird auch kein New Yorker unfreundlich zu euch sein

    New Yorker sind dafür bekannt, unfreundlich und schlecht gelaunt zu sein. Tatsächlich sind die meisten aber sehr freundlich, nur eben für gewöhnlich auch sehr in Eile. Da viele von ihnen zu Fuß von A nach B gelangen und sich dabei ihren Weg durch das dichte Gedränge bahnen müssen, reagiert so mancher verständlicherweise ungehalten, wenn ein vor ihm gehender Besucher plötzlich mitten auf dem Bürgersteig stehen bleibt, um sich eine Fassade oder Ähnliches anzusehen. Dies ist auch der Grund dafür, dass der Times Square bei vielen Einheimischen nicht gerade beliebt ist. Da der Platz, der als eines der Wahrzeichen New Yorks immer gut besucht ist, direkt zwischen zwei Verkehrsknotenpunkten liegt – dem Port Authority Bus Terminal und der Penn Station – stellt er für New Yorker, die in dieser Gegend arbeiten, täglich eine neue Herausforderung dar.

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    Bucht kein Hotel direkt am Times Square

    In New York gibt es mehr zu sehen als Midtown

    Viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten New Yorks befinden sich tatsächlich in Midtown Manhattan, wie beispielsweise der Times Square, das Empire State Building und der Broadway. Doch fragt man echte New Yorker, spiegelt Manhattan nicht das „wahre“ New York wider. In anderen Stadtteilen sind nicht nur die Hotels günstiger, dort ist auch die Auswahl an Geschäften und Restaurants größer. Und mit der U-Bahn erreicht ihr auf schnellem und günstigem Wege praktisch jeden Ort in der Stadt. Im Endeffekt bedeutet es also keinen Nachteil, wenn ihr die Hauptattraktionen nicht zu Fuß erreichen könnt.

    7

    Vergesst nicht die Außenbezirke

    So erhaltet ihr ein viel umfassenderes Bild vom wahren New York

    Jeder Außenbezirk New Yorks besitzt einen ganz eigenen, einzigartigen Charakter und besondere Attraktionen. So ist zum Beispiel Brooklyn auf jeden Fall einen Besuch wert. Die berühmte Brooklyn Bridge zu überqueren lohnt sich allein schon aufgrund des herrlichen Blicks auf die Freiheitsstatue und die Skyline von Manhattan, den man von der anderen Seite des East River genießt. In Brooklyn selbst warten zwar deutlich weniger Attraktionen und geschichtsträchtige Orte, dafür erhaltet ihr aber sehr viel realistischere Einblicke darin, wie sich das Leben im Big Apple tatsächlich gestaltet. Nehmt euch aber nicht zu viel vor! Für alle fünf Stadtteile müsstet ihr ungefähr einen Monat einplanen.

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    Geht nicht davon aus, Broadway-Tickets vor Ort zu bekommen

    Gute Plätze und Preise erhält nur, wer frühzeitig bucht

    Broadway-Shows sind äußerst beliebt und daher häufig auch schnell ausverkauft. Wenn ihr also darauf hofft, vor Ort noch Tickets für die Vorstellung am selben Tag zu erhalten, dann ist eure Enttäuschung quasi vorprogrammiert. Selbst wenn tatsächlich noch Plätze frei sind, werden sehr wahrscheinlich Unsummen dafür verlangt. Für die beliebtesten Shows werden zwar immer in Form von täglichen Ticket-Lotterien einige Tickets verlost, doch die Chancen, hier zu gewinnen, sind relativ gering. Geht das Risiko am besten gar nicht erst ein, sondern bucht eure Tickets vorab online.

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    Knausert nicht mit dem Trinkgeld

    Doch wer bekommt eigentlich Trinkgeld und wie viel?

    In vielen Ländern gilt Trinkgeld als zusätzlicher Bonus, der gegeben wird, wenn man zufrieden mit dem Service war. In den USA ist das Trinkgeld aber ein fester Bestandteil der Kultur und daher praktisch verpflichtend. Da sich viele Besucher häufig unsicher sind, wem Trinkgeld gegeben werden sollte und wie viel, haben wir hier ein paar Tipps für euch. Allgemein gilt die Regel: Trinkgeld bekommt, wer eine Dienstleistung erbringt, also Kellner, Taxifahrer, Friseure etc. Ein zufriedenes Lächeln erhaltet ihr ab einem Trinkgeld in Höhe von 15 bis 20% des Rechnungsbetrags. Wenn der Portier eures Hotels euch eure schweren Koffer abnimmt, wird üblicherweise 5 $ pro Koffer gegeben. Bei Barkeepern ist ein Trinkgeld in Höhe von 1 $ pro Drink angemessen.

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    Unterschätzt das Winterwetter in New York nicht

    Stellt euch auf eisige Temperaturen und noch kälteren Wind ein

    New York mag vielleicht grob auf demselben Breitengrad liegen wie Portugal, das Klima ist aber keineswegs so mild wie auf der Iberischen Halbinsel. Im Winter bringen Kaltfronten aus Kanada arktische Kälte in die Stadt und lassen die Temperaturen auf den Nullpunkt sinken. Außerdem können starke Schneestürme im Nu eine 15 cm dicke Schneeschicht auf die Straßen zaubern. Besonders unangenehm ist der starke, eisige Wind. Allgemein empfiehlt es sich, New York eher im Sommer zu besuchen. Wer die Stadt aber gerne einmal im Winter erleben möchte, sollte unbedingt warme Kleidung (am besten mehrere Schichten) und gute Schuhe einpacken.

    Ben Reeves | Reiseenthusiast

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